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Stationen einer Zeitreise:
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Anton Dreher jun. |
| Nachdem 1863 Anton Dreher sen. stirbt, übernimmt 1870 Anton Dreher
jun. (geb. 1849) nach Absolvierung des akademischen Gymnasiums in Wien die Leitung des
Brauereikonzerns. |
Im "eislosen Winter" 1872 musste das zur Kühlung
notwendige Eis, ca. 100 Millionen Kilogramm, aus Polen mit der Eisenbahn gebracht werden. Diese
Erfahrungen veranlassen Anton Dreher sich mit der künstlichen Kühlung und Eiserzeugung zu
beschäftigen. Professor Carl von Linde erhielt den Auftrag zur Konstruktion einer Kühlmaschine,
die Dreher 1877 im Brauhaus Triest und danach auch in Schwechat aufstellte. Dreher war somit
der erste Brauer überhaupt, der die künstliche Kellerkühlung einführte und damit bahnbrechend
für diese heute unentbehrlich gewordene Einrichtung wirkte.
Am 4. Juni 1883 besucht Kaiser Franz Josef zum zweiten Mal die Brauerei und verleiht Anton
Dreher jun. das Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens. 1897 erhielt Dreher das Komturkreuz, später
das Großkreuz dieses Ordens und 1902 den Orden der eisernen Krone II. Klasse.
1897 erzeugte die Brauerei Schwechat unter Anton Dreher jun. die Riesenmenge von 739.639
Hektoliter Bier, das war mehr als das Doppelte seit der Übernahme der Brauerei von seinem
Vater. In den folgenden Jahren entwickelten sich die "Dreherschen" Brauhäuser mit
einer Gesamtproduktion von zirka 1,25 Millionen Hektoliter zum größten Brauereiunternehmen der
Welt, das von einem Eigentümer geführt wurde. 1905 wurde die Brauerei in "Anton Drehers
Brauereien Aktiengesellschaft" umbenannt.
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